Vollgeld und 100%-Reserve (Chicago Plan)

Vollgeld und Vollreserve – leicht zu verwechseln

Seit der IWF ein Forschungspapier 'The Chicago Plan Revisited' von Benes/Kumhof veröffentlicht hat [1], wird der Ansatz einer 100%-Reserve aus den 1930er Jahren häufig mit dem Konzept einer Vollgeldreform verwechselt, wie die meisten heutigen Reforminitiativen es vertreten (vgl. international money reform). Tatsächlich jedoch handelt es sich technisch-bankbetrieblich gesehen um zwei verschiedene Ansätze.

Beide Ansätze sind insofern verwandt, als sie zur Familie der Currency-Lehren gehören. Diese beruhen auf einer Trennung von Geldschöpfung und Bankgeschäften. Das Geld soll ausschließlich chartales Geld sein, zum Beispiel Geld von der staatlichen Zentralbank, im Unterschied zu Banking-Lehren, die Geld für eine Privatsache der Banken halten. (Vgl. Currency vs Banking auf dieser Website). So gesehen kann man In den Ansätzen einer 100%-Reserve aus den 1930ern historische Vorläufer des Vollgeld-Konzeptes sehen.

Beiden Ansätzen gemeinsam sind die Analyse und Kritik des fraktionalen Reservesystems (des Giralgeldregimes der Banken), die Kritik der Preisgabe des hoheitlichen Geldregals zugunsten überschießender und Krisen erzeugender Ban­king-Praktiken, und die Kritik der Finanzierung von Staatsverschuldung durch Giral­geld­schöpf­ung per Bank­kredit. Gemeinsam ist beiden Ansätzen außerdem die Zielsetzung der Beendung der Giralgeldschöpfung der Banken und damit die Zurückgewinnung des Geldregals und einer lückenlosen Mengen­­kon­trolle der gesetzlichen Zahlungsmittel durch eine unabhängige öf­fent­liche Institution. Durch eine effektive Geldmengenkontrolle sollen Konjunktur- und Börsenzyklen verstetigt und systemische Banken- und Finanzkrisen vermieden werden. Nicht zuletzt soll der durch Geldschöpfung entstehende Gewinn (Seigniorage) dem öffentlichen Haushalt zugute kommen.

Verschieden sind beide Ansätze jedoch im Hinblick auf das technische bzw bankbetriebliche Konzept, also im Hinblick auf die Verfahren der Geldschöpfung, die Buchungs- und Bilanzierungsmethoden, den Zahlungsverkehr, und teils auch die institutionellen Arrangements. Beide Ansätze unter diesen Aspekten gleich zu setzen, ist falsch. Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass die historischen 100%-Ansätze den gesteckten Zielen nicht wie behauptet gerecht werden, Vollgeld aber sehr wohl. 

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Es gibt diverse Konzepte einer 100%-Reserve
Es sei festgehalten, dass es den Ansatz einer 100%-Reserve nicht gibt, sondern mancherlei Varianten, die sich in wichtigen Elementen unterscheiden. Eine der bekanntesten Varianten ist der sog. Chicago Plan. Er wurde von seinen Vertretern, damals bekannte Chicagoer Ökonomen wie Viner, Simons, Knight und der junge M. Friedman, 100%-Banking genannt.[2] Davon setzte sich einer der damals namhaftesten Ökonomen, I. Fisher, mit seinem Konzept eines 100%-Money  ab.[3] Zu den Unterschieden zwischen dem Chicago Plan und Fisher's 100%-Money gehörte, dass der Chicago Plan eine stark regelmechanische Geldpolitik vorsah, während Fisher dem geldemittierenden Organ (currency board) weitgehende diskretionäre Freiheit einräumen wollte.  

 Irving Fisher, about 1930s, promoter of discretionary 100%-money

Irving Fisher, about 1930s, promoter of discretionary 100%-money

Befasst man sich heute mit der Sache, so bezieht man sich meist auf die Ausarbeitung nach I. Fisher oder die, die er 1939 zusammen mit anderen Kollegen abschließend publizierte.[4] Die Bezeichnung 100%-Reserve dient als Überbegriff für alle Varianten. Die Unterschiede zwischen dendiversen Ansätzen sollen im folgenden nicht weiter erörtert werden. Vielmehr geht es hier darum, die gemeinsamen Grundmerkmale der Konzepte einer 100%-Reserve herauszustellen und sie mit dem Vollgeldkonzept zu vergleichen.

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Fraktionale Reserve (multiple Giralgelderzeugung)
Um 100%-Reserve genauer zu verstehen, muss man die Funktionsweise fraktionaler Reserve kennen. Im bestehenden, unnötig komplizierten Giralgeldregime bezeichnet Reserve 'unbares Zentralbankgeld im Interbankenverkehr'. Der Geldkreislauf im bestehenden System ist gespalten – in einen Interbankenkreislauf auf der Basis von Zentralbank-Reserven, und einen Publikumskreislauf (Nichtbanken-Kreislauf) auf der Basis von Banken-Giralgeld. Interbanken- und Nichtbanken-Kreislauf vermischen sich nicht. Das ist technisch ausgeschlossen. Niemals landet ein Giroguthaben auf einem Reservenkonto oder umgekehrt.

Bargeld ist hier nicht mehr konstitutiv, sondern nur noch ein Überbleibsel aus der Metallgeldzeit. Es wird nach Maßgabe der Zahlungspraktiken im Publikum von den Banken bei der Zentralbank gegen Reserven beschafft, und vom Publikum gegen Giralgeld ausgewechselt, wieder eingewechselt etc. Die originäre Form des modernen Geldes ist unbar. Einlagen (Depositen) entstehen primär nicht (und auch sekundär kaum noch), indem jemand Bargeld bei einer Bank 'deponiert', sondern primär durch einen Kontoeintrag ex nihilo, sekundär durch Lastschrift-Gutschrift-Übertragung der so entstandenen Guthaben. 

Verbunden sind Interbanken- und Publikumskreislauf durch das Clearing und Settlement im Zahlungsverkehr. Zuflüsse und Abflüsse von Girokonten bei Banken werden laufend gegeneinander verrechnet. Der sich ergebende Saldo, als Forderung oder Verbindlichkeit einer Bank an andere Banken, stellt in der Regel nur eine geringe Summe im Vergleich zu den Gesamtumsätzen dar und muss tagesweise oder anders in Zentralbankgeld (Überschussreserven) beglichen werden. Eben das erlaubt es dem Bankensektor, Giralgeldbestände zu erzeugen, die ein Mehrfaches ihrer Bargeld- und Reservenbasis darstellen (multiple Giralgeldschöpfung). Anders gesagt, die Reservenbasis stellt nur einen Bruchteil der erzeugten Giralgeldbestände und anderer Depositen dar, daher fraktionale Reserve.

Die Banken erzeugen Giroguthaben per Kredit an Kunden sowie per Kauf von Wertpapieren und Sachvermögen, soweit diese sich als Aktiva verbuchen lassen. Größere Banken tun dies praktisch ungeachtet ihrer Reservenbestände. Sollten die Reserven nicht reichen, werden sie am Interbanken- und Geldmarkt aufgenommen. Das funktioniert im Normalfall reibungslos, weil die Zahlungs-Defizite der einen die Zahlungs-Überschüsse der anderen sind, die sie gewinnbringend an die Zahlungsdefizit-Banken kurzfristig verleihen.

Haben sich die Bankbilanzen generell erweitert, sodass Reserven in der Summe fehlen, können diese bei der Zentralbank aufgenommen werden. Die Zentralbank vergibt neue Reserven zu höherem oder billigerem Zins, aber die Geldmengen-Nachfrage der Banken wird stets erfüllt. Wichtig bei alledem ist dies: Die bestimmenden pro-aktiven Vorgaben zur Geldschöpfung werden de facto von den Banken gesetzt. Die Zentralbank re-agiert nur, indem sie residual (fraktional) re-finanziert.[5] Um viel Zentralbankgeld geht es dabei im Verhältnis ohnehin nicht. Um 100 Euro Bankengeld (Giralgeld) zu erzeugen und den laufenden Zahlungsverkehr abzuwickeln, haben die Banken im Euroraum zurückliegend nur 2,50 Euro Zentralbankgeld benötigt, davon 1,40 Euro Bargeld,  10 Cent Überschussreserve und 1,00 Euro tote Mindestreserve.[6]

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Warum 100%-Reserve suboptimal ist
Das Grundprinzip der 100%-Ansätze besteht nun darin, die nur fraktionale 2,5%-Reserve zu einer 100%-Reserve aufzustocken. Banken sollen die Kundeneinlagen (Depositen) in ihrer Bilanz zu 100% durch Zentralbankguthaben decken müssen. 100% statt nur 2,5%, das klingt einfach, ist aber komplizierter als es scheint.

 Young Milton Friedman, supporter of mechanical rule-based 100%-banking (Chicago Plan). - Photo: Columbia Univ.

Young Milton Friedman, supporter of mechanical rule-based 100%-banking (Chicago Plan). - Photo: Columbia Univ.

Es wurde stets davon ausgegangen, es gehe darum, eine Deckungsreserve auf Depositen zu bilden, im genaueren also die heutige tote Mindestreserve von derzeit 1% auf 100% anzuheben. Warum aber sollen 100% brach liegende Deckungsreserve auf passivische Depositen gehalten werden, anstatt aktivisch 100% Zahlungsreserven verfügbar zu machen und diese tatsächlich auch als Zahlungsmittel einzusetzen? Im Zahlungssystem würden dann nicht mehr Depositen (Bankengeld) passivisch verrechnet und der Saldo aktivisch in Reserven (Zentralbankgeld) beglichen, sondern es würde nur noch in einer Art Geld, in aktivisch verfügbarem Zentralbankgeld, verrechnet und beglichen. Hier liegt bereits die Wegscheide zwischen 100%-Reserve und Vollgeld.

Wenn es nun um eine 100% Deckungsreserve auf Depositen gehen soll, stellt sich die Frage, ob das nur für Giroguthaben gilt (für jederzeit fällige Sichtdepositen), oder auch für Sparguthaben, Termineinlagen und verbriefte weitere Guthaben in M2 und M3? Mit der Zeit entschieden sich die 100%-Reformer der 1930er für die Giroguthaben (demand deposits oder checkable deposits) unter Ausschluss nicht sofort liquider Guthaben in M2/M3. Das leuchtet insofern ein als nur Giralgeld als Zahlungsmittel benutzt wird. Die Festlegung bleibt gleichwohl zu hinterfragen, da auch die Depositen in M2/M3 von den Banken erzeugte Giroguthaben darstellen, obschon auf Frist stillgelegte.

In Anbetracht der Entscheidung für Deckungsreserven fragt es sich grundsätzlich, welchen Sinn es überhaupt macht, eine Art von frei geschöpftem Zeichengeld (Bankengeld) durch eine andere Art von frei geschöpftem Zeichengeld (Zentralbankgeld) zu 'decken', zumal keins von beiden noch den unerfüllbaren Anspruch erhebt, durch Sachwerte wie Goldhorte oder Ländereien 'gedeckt' zu sein? Der Wert des Geldes ist durch nichts anderes gedeckt als durch die allgemeine ökonomische Produktivität. Auch in den 1930er Jahren hat man das im Prinzip schon gewusst. Aber selbst I. Fisher zeigte sich damals noch nicht ganz frei von dem veralteten Substanzgeld-Denken, zumindest Bargeld-Denken, als er erklärte, Bargeld sei das eigentliche Geld ('cash … the actual physical money') und die Deckungsreserve sei 'in cash' zu halten.[7] Ob er unter 'cash' von vornherein auch 'reserves' verstand (unbares Zentralbank- oder Regierungsgeld), oder das erst im weiteren Verlauf so präzisierte, bleibt etwas undeutlich. Jedenfalls war die Sache schon in den 1930ern insofern hinter der Zeit, als die Bankkredit-Theorie des Geldes bereits in den 1890er Jahren entwickelt worden war und das Thema auch in der Currency-vs-Banking-Kontroverse der 1830–40er schon eine Rolle gespielt hatte.

Fragen zur mehr oder minder einleuchtenden Ausgestaltung einer 100%-Reserve lassen sich vielleicht klären. Viel wichtiger aber ist dies: Strukturell bleibt alles beim unnötig komplizierten Alten – Split zwischen Interbanken-Kreislauf mit Reserven und Publikums-Kreislauf mit Giralgeld, und reaktive Zentralbank-Refinanzierung der proaktiven Vorgaben der Banken. Anders als die meisten Unterstützer einer 100% Reserve es sich vorstellen, bliebe das Giralgeld der Banken das allgemein vorherrschende Zahlungsmittel. Unbares Geld wäre also weiterhin Giralgeld, obschon tendenziell zu 100% statt 2,5% mit einer brach liegenden Reserve gedeckt. Gleichwohl käme das Geld weiterhin über Banken in Umlauf, per verzinslichem Zentralbank- oder Regierungs-Kredit an Banken. Die Geldbasis würde weiterhin Schuldengeld darstellen.

In einem 100%-Reservesystem existiert Geld weiterhin nicht ausschließlich als liquides Aktivum, sondern in den Bankbilanzen als jederzeit fällige Verbindlichkeit (Passivum) gegenüber Kunden und anderen Banken. Die Nichtbanken bezahlen also weiterhin mit den Schulden, welche die Banken ihnen gegenüber haben. Die Girokonten der Kunden wären weiterhin Teil der Bankbilanzen. Was die Kunden besitzen, wäre weiterhin kein Geld auf einem Geldkonto, sondern ein Anspruch auf Geld – auch wenn dieser zu 100% mit Reserven unterlegt sein soll; Reserven, die sich zwar im Besitz, nicht aber in der Verfügung der Banken befinden, und schon gar nicht in der Verfügung der Kunden, denen dieses Geld eigentlich gehört, jedenfalls gehören sollte.

Manche Autoren denken – spontan aber irrtümlich – dass beim 100%-Geld die Reserven als Geld fließen. Das ist nicht der Fall. Es fließt weiterhin Giralgeld per Interbanken-Verrechnung (Clearing). Die 100%-Deckung erfolgt nicht aktivisch bei einer Kredit ausstellenden Bank, sondern passiva-bezogen bei derjenigen Bank, die Überweisungen von anderen erhält, wodurch ein entsprechender Bestand an Sichtguthaben (Giralgeld) aufläuft. Dieses funktionale Auseinanderfallen von Zahlungsreserven und Deckungsreserven ist dem Giralgeldsystem immanent. Die Giroguthaben einer Bank sind im wesentlichen nicht diejenigen, die sie selbst erzeugt (weil diese Guthaben sofort durch Zahlungen an andere Banken abfließen), sondern diejenigen, die einer Bank im Zahlungsverkehr zufließen. Individuell gesehen, müssen die Banken Deckungsreserven halten (heute 1% Mindestreserve) auf Giralgeld, das andere, nicht sie selbst erzeugt haben. Diesen Sachverhalt haben sich die 100%-Reformer der 1930er anscheinend nie recht klar gemacht. Auch ihre Nachfolger verwechseln weiterhin den aktivischen Bargeld- und Reservenfluss mit der passivischen Verrechnung von Giroguthaben.

Das funktionale Auseinanderfallen des Erfordernisses, für aktivische Zahlungsreserven zu sorgen (Überschussreserven und Bargeld), und des anderen Erfordernisses, für passivisch depositen-bezogene Deckungsreserven zu sorgen, ist charakteristisch für jede Art von Giralgeld- und Reservesystem. Es zeigt sich hier das grundlegende Funktionsprinzip eines solchen Systems, nämlich eine Konformitätsregel der Art, dass die Banken ihre Bilanzen, also ihre monetären Aktiva und ihre Depositen, ungefähr im Gleichschritt erweitern müssen, weil ansonsten Überschüsse und Defizite im Zahlungsverkehr einerseits und Mindestreserve-Anforderungen andererseits relativ zu schnell zu hoch werden, sodass dies Liquiditäts- und Wettbewerbsfähigkeits-Probleme, in der Folge dann auch Insolvenzprobleme aufwerfen würde. Dies kann ggf nicht nur einzelne Banken, sondern die Funktionsfähigkeit des gesamten Bankensektors bedrohen.[8]

Der Sachverhalt bedeutet nichts weniger als dass auch bei 100%-Reserve die Aktivitäten der Banken nicht im vorhinein durchfinanziert sein müssen, sondern erst im nachhinein re-finanziert werden. Eine passivische Reserveanforderung kann nicht im vorhinein bestimmt werden. Eine Reserve-Anforderung, auch bei 100%-Reserve, ergibt sich ex post und wird daher auch ex post ermittelt, 14tägig, oder vierteljährlich, nach unterschiedlichen Erfassungs-, Berichts- und Einlösungsverfahren. Die Initiative zur Giralgeldschöpfung bliebe also bei den Banken. Die Zentralbanken würden damit fortfahren, alles, was die Banken an Giralgeld-Fakten bereits geschaffen haben, zu refinanzieren. Infolge der zeitlichen Verschiebung zwischen Giralgelderzeugung und nachträglicher Reservendeckung, käme die sich ergebende tatsächliche Deckungsreserve mehr oder weniger unter 100% zu liegen, in Krisenzeiten ggf auch einmal darüber. Das eröffnet Freiheitsgrade für eine proaktive Giralgelderzeugung der Banken. Eines der Hauptziele, die Geldmenge pro-aktiv unter Kontrolle zu bekommen, würde insoweit verfehlt.

Fisher wie auch die Chicagoplan-Autoren nahmen an, in einem 100%-Reservesystem könne eine Bank nur so viele Kredite vergeben oder etwas kaufen, wie sie Deckungsreserven dafür tatsächlich verfügbar habe. So funktioniert ein Reservesystem aber nicht, auch ein 100%-Reservesystem nicht. Zuerst wird agiert, danach erst refinanziert. Die Aussage scheint außerdem eine Verwechslung von Zahlungsreserven und Deckungsreserven zu beinhalten.

Stimmen kann die obige Aussage nur, wenn jede Transaktion in voller Höhe mit Zentralbankgeld bezahlt wird. Das setzt voraus, dass dieses Zentralbankgeld als liquides Aktivum vorhanden ist und jede Zahlung einen gleich hohen Abzug davon bedeutet; dann aber handelt es sich nicht mehr um ein Reservesystem, sondern ein Vollgeldsystem, das technisch mit dem Chicago Plan nichts zu tun hat. In einem Vollgeldsystem sind 'Reserven', sei es als Zahlungs- oder als Deckungsreserven, ebenso obsolet wie der Split zwischen Interbanken- und Publikumszirkulation. In einer Vollgeldordnung sind dies nur noch unnütze, weil doppelt gestrickte und doppelte Kosten verursachende Strukturen. Stattdessen wird nur noch in einer Art Geld verrechnet und beglichen, eben in Vollgeld als einem liquiden Aktivum.

Ein anderer Aspekt, der bei den 100%-Reserveansätzen nicht zufriedenstellend beantwortet werden konnte, ist die Frage des Übergangs von fraktionaler zu 100% Reserve. Wo sollen die Banken so viele notenbankfähige Wertpapiere oder Wechsel mit bestem Rating hernehmen? Die Zentralbanken müssten entweder ihre Standards senken und noch die windigsten Kreditforderungen als Kollateral akzeptieren, oder den Banken freihändig Buchkredit in jeder Höhe einräumen.

Ein weiterer Aspekt betrifft die Zinslasten einer 100%-Reserve. Durch eine Aufstockung von 2,5% auf 100% Reserve erhöht sich die Zinsseigniorage der Zentralbank massiv, während die Zinsmarge der Banken entweder einbricht oder aber die erhöhte Zinslast auf die Bankkunden abgewälzt wird. Das allgemeine Zinsniveau (Finanzierungskosten) würde erheblich ansteigen.[9] Denn, anders als in einem Vollgeldsystem, sind die Zinskosten für die 100% Reserven zusätzliche Kosten, die zu den bereits zu zahlenden Habenzinsen auf Depositen in M1/M2/M3 hinzukommen.

Es wird noch häufig verkannt, dass im Giralgeldsystem Spar- und Terminguthaben in M2 und M3 deaktiviertes Giralgeld darstellen, denen keine aktivischen Finanzierungsmittel bzw Zahlungsmittel für die Bank in gleicher Höhe gegenüber stehen. Eine Bank kann mit den Sparguthaben ihrer Kunden selbst nichts finanzieren, auch nicht sie zweckentfremden wie manche Kunden misstrauisch unterstellen. Das ist schon rein technisch unmöglich. Einer einzelnen Bank mag es gelingen, Kunden bzw Kundenguthaben von anderen Banken anzuwerben, und auf diesem Weg einen begleitenden Reservenzufluss zu erzielen (der per Verrechnungssaldo dem Depositenzufluss aber wohl nur selten 1:1 entspricht). Im Bankensektor insgesamt ist dies nicht möglich, sodass generell Depositen brach liegende Verbindlichkeiten darstellen, ohne dass dem aktivische Zahlungsmittel entsprechen würden. Die Banken sind genötigt, auf Depositen Zinsen zahlen, um einem Abfluss von Guthaben und damit einem entsprechenden fraktionalen Abfluss von Reserven vorzubeugen. Andernfalls entstünden einer Bank Liquiditätsengpässe, deutlich höhere Refinanzierungskosten als anderen Banken, also Wettbewerbsnachteile mit Folgen. Gleichwohl erlaubt es die geringer verzinsliche Immobilisierung von Giralgeld in M2/M3-Depositen den Banken, neues Giralgeld zu höheren Zinsen oder Gewinnchancen per Kredit und Aktivakäufen zu erzeugen, und zugleich dem Risiko einer unvorhergesehenen Kunden- bzw Guthabenabwanderung vorzubeugen.[10]

In einem 100% Reservesystem würden Depositen in M2/M3 immer noch inaktiviertes Giralgeld darstellen. Die Umwandlung eines Giroguthabens in ein Spar- oder Terminguthaben würde für die betreffende Bank dennoch eine gleich hohe Deckungsreserve freisetzen, die ggf als Zahlungsreserve verwendet werden könnte, jedoch nur unter der Voraussetzung dass Deckungsreserven nur auf Sichtguthaben erhoben werden. Werden Deckungsreserven auch auf Guthaben in M2/M3 erhoben, würden durch eine solche Umwidmung keine Deckungsreserven als Zahlungsreserven frei werden. Außerdem wäre in diesem Fall der Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus durch eine 100%-Reserve umso höher.

Wie bereits festgestellt, bliebe in einem 100%-Reservesystem die Geldbasis weiterhin Kreditgeld bzw Schuldengeld. Der Unterschied wäre lediglich, dass die Bargeld und Reserven emittierende Stelle (in den USA ein Currency Board beim Finanzministerium, in Europa die betreffende Zentralbank) tendenziell 100% statt 1% Deckungsreserve bereit zu stellen hätte plus wenige Prozente Bargeld und Überschussreserve. Das Geld würde emittiert entweder indem dieses Organ Staatsanleihen kauft (in der Regel sekundär am Markt, nicht direkt) oder es den Banken wie heute leiht. In beiden Fällen entsteht der Geldschöpfungsgewinn als Zinsseigniorage, im Unterschied zu einer originären Seigniorage, die entsteht, wenn Geld in der Erstverwendung zins- und tilgungsfrei durch Staatsausgaben in Umlauf kommt. Die originäre Seigniorage entspricht dem traditionalen Münzgewinn (Kaufkraft des Geldes minus Kosten der Bereitstellung).

In der EU ist es den Zentralbanken nach Art. 123 (1) AEUV im Interesse der Banken heute verboten, Staatsanleihen primär und direkt dem Finanzministerium abzukaufen oder der Staatskasse direkten Zentralbank-Kredit einzuräumen. Selbst wenn es erlaubt wäre, bliebe eine Geldemission auf diesem Weg zwar zinsfrei, aber nicht schuldenfrei – zinsfrei weil die Zahlung von Zinsen an die Zentralbank in der einen Richtung und die Überweisung des Zinsgewinns an die Staatskasse in der umgekehrten Richtung einander aufheben; nicht schuldenfrei, weil es sich in der Tat um Schuldverschreibungen und Kreditschulden handelt. Wie immer man diese Situation auslegen mag – zum Beispiel, ob es sich um eine De-facto- oder nur Pro-forma-Verbindlichkeit handeln würde, ob also die Schulden getilgt oder nicht getilgt werden müssten – die Konstellation bliebe ambivalent.

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Vollreserve ist nicht Vollgeld
Ein verbreiteter Überbegriff für 100%-Ansätze lautet Full-Reserve Banking. Diese Bezeichnung bezog sich bis etwa 2010 ausschließlich auf 100%-Reserve und war mit einer solchen gleichbedeutend (100%-Banking/Chicago Plan, 100%-Money nach Fisher). Seither jedoch wurde der Ausdruck in Publikationen der Britischen Positive Money Campaign und der New Economics Foundation im Sinn einer Reform der Geldschöpfung nach Huber/Robertson verwendet[11], also, auf Deutsch, im Sinn des Vollgeld-Konzeptes.[12] Der Gedanke dahinter: Reserve = Zentralbankgeld; Full reserve = ausschließlich von der Zentralbank in Umlauf gebrachte gesetzliche Zahlungsmittel in barer und unbarer Form. Wenn man das so sieht, nun ja, dann gilt Full reserve = Vollgeld.

Die vorangegangenen Darlegungen sollten jedoch deutlich gemacht haben, dass diese Wortwahl unpassend und verwirrend ist, da es in einer Vollgeldordnung eine 'Reserve' im herkömmlichen Sinn überhaupt nicht mehr gibt, so wenig wie all die anderen komplizierten Sachen eines Giralgeldsystems – die es aber in einem 100%-Reservesystem weiterhin gibt. Die sprachliche Gleichsetzung von Full reserve = Vollgeld ist gänzlich irreführend.[13] Vollreserve ist nicht Vollgeld.

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Vollgeld im Unterschied zu einer 100%-Reserve
Ein 100%-Reservesystem ist immer noch ein Reservesystem, kompliziert und schwierig zu durchschauen und unter Kontrolle zu behalten. Vollgeld hebt das Reservesystem auf und geht darüber hinaus. In einer Vollgeldordnung gibt es keine 'Reserven' im heutigen Sinn mehr, ebenso wenig wie einen gesplitteten Geldkreislauf mit Reserven einerseits und Giralgeld andererseits. Es gibt nur noch eine Art von Geld, das als stets liquides Aktivum in einem integrierten Geldkreislauf zirkuliert, egal ob unter Banken, im Publikum oder zwischen Banken und Publikum. Die heutigen Geldmengen M0 und M1 gehen in einer integrierten Geldmenge M auf. Giralgeld wird zu Vollgeld, das heißt zu vollgültigem gesetzlichem Zahlungsmittel (wie es Bargeld heute schon ist).

Vollgeld bedarf keiner 'Deckung' durch andere monetäre oder finanzielle Größen. Die einzige Deckung, die es braucht, ist eine produktive und wettbewerbsfähige Wirtschaft, die die Güter und Dienste bereitstellt, die es für Geld zu kaufen gibt. Banken und Finanzwirtschaft bleiben dabei ein unverzichtbarer Teil einer produktiven Wirtschaft – solange ihre Bilanz- bzw Geschäftsvolumina nicht irreal abheben und kritische Grenzen in Proportion zum BIP überschreiten (Inflation, Asset Inflation, Finanzmarktblasen und andere Überinvestment- und Überschuldungsdynamiken).  

Vollgeld wird ausschließlich von der unabhängigen staatlichen Zentralbank emittiert. Der Löwenanteil davon soll durch originäre Seigniorage, das heißt zins- und tilgungsfrei durch Staatsausgaben in den langfristigen Umlauf kommen. Soweit situativ erforderlich, kann ein geringer Teil kurzfristig durch Zentralbank-Kredit an Banken ausgegeben werden und auf diesem Weg Zinsseigniorage erbringen. In einer Vollgeldordnung besitzt die Zentralbank eine lückenlose und pro-aktive Kontrolle über die Geldmenge.

Die heutigen Girokonten werden zu Geldkonten. Das Vollgeld darauf zirkuliert unter Banken ebenso wie im Publikum. Die unbaren Gelder werden keine Depositen mehr sein (Einlagen bei einer Bank), sondern unmittelbares, ungeteiltes und unbeschränktes Eigentum der Geldkontoinhaber. Banken oder spezialisierte Servicebanken können die Geldkonten im Auftrag ihrer Kunden verwalten, bzw, was mit der Ausbreitung des Onlinebanking zunehmend der Fall ist, die Kunden tun dies weitgehend selbst (ein klassischer Fall von Verbraucherarbeit mit ambivalenter Nutzenverteilung).

Jedenfalls, bargeldlose Kundenzahlungen stellen nicht mehr Verrechnungen von Bankverbindlichkeiten (Passiva) dar, sondern einen tatsächlichen Fluss von liquiden Aktiva. Geldkonten der Kunden sind nicht mehr Teil der Bankbilanzen. Geld existiert in keiner Bilanz mehr als eine Verbindlichkeit (eine Schuld), sondern in jeder Bilanz, egal ob bei Banken oder Nichtbanken, ausschließlich als liquides Aktivum. Geldschöpfung (bei der Zentralbank) und Kreditvergabe (bei Banken) sind getrennte Vorgänge – die Geldschöpfung und Kontrolle der Geldmenge als die konstitutionelle, öffentlich-rechtliche Aufgabe der Zentralbank, die Kreditvergabe und sonstige Finanzierung wirtschaftlicher Aktivitäten als das hergebrachte, grundsätzlich privatrechtliche Geschäft der Banken.

Banken sind in einem Vollgeldsystem Geld-Vermittler, und möglicherweise auch noch Geld-Anleger, aber sie können nicht mehr das Geld schöpfen, auf dessen Basis sie tätig sind. Sie werden kein ambivalentes Bindeglied und gleichsam Joker zwischen Interbanken- und Publikums-Zirkulation mehr sein. Die stille Lizenz zum Gelddrucken wird ihnen entzogen (eine stille Lizenz, die übrigens bis heute einer expliziten Gesetzesgrundlage entbehrt). Ansonsten bleiben die Banken im Rahmen der Gesetze frei, Geld in jeder verfügbaren Menge aufzunehmen oder einzunehmen, und für eigene Kredit- und Investmentgeschäfte einzusetzen.

Anders als bei einer 100% Reserve entstehen den Banken dabei nicht per se höhere Finanzierungskosten. Denn Geldeinlagen in M2/M3 (die in einem Reservesystem stillgelegte Giroguthaben darstellen, denen keine für die Bank nutzbaren Zahlungsmittel entsprechen) werden in einer Vollgeldordnung zu echten Kundendarlehen an Banken, also zu Geldanlagen, teils verbrieft, teils unverbrieft. Den Banken fließen auf diesem Weg direkt Finanzierungsmittel zu. Die Habenzinsen, die Banken heute auf Depositen zahlen, würden sie zwar weiterhin zahlen, jedoch mit dem Unterschied, dass sie damit in einem Vollgeldsystem verfügbares Vollgeld aufnehmen, das sie als liquides Aktivum einsetzen können. In einer Vollgeldordnung erfüllen Habenzinsen also einen echten Finanzierungszweck.

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Anmerkungen

[1] Benes, Jaromir / Kumhof, Michael 2012: The Chicago Plan Revisited, IMF-Working Paper, WP 12/202, International Monetary Fund, Washington.

[2] Currie, Lauchlin 1934: The Supply and Control of Money in the United States, Cam­brid­ge, Mass.: Harvard University Press. - Hart, Albert G. 1935: The Chicago Plan of Banking Reform, The Review of Eco­no­mic Studies, 2 (1935) 104–116, reprinted in: Friedrich A. Lutz/Lloyd W. Mints (Eds.) 1951: Readings in Mone­ta­ry Theo­ry, Home­wood, Ill.: Richard D. Irwin, 437–456. - Simons, Henry C. 1948: A Positive Program for Laissez Faire. Some Pro­po­sals for a Liberal Eco­no­mic Policy, and: Rules versus Authorities in Monetary Poli­­­cy. Both articles in: H.C. Simons, Eco­nomic Policy for a Free Society, The Uni­­versity of Chicago Press, 1948. First published as 'Rules versus...', The Jour­nal of Political Economy, 44 (1936) 1–30. - Friedman, Milton 1948: A Monetary and Fiscal Framework for Economic Sta­bi­­lity, The Ame­ri­can Economic Review, 38 (1948) 245-264, reprinted in: Friedrich A. Lutz/Lloyd W. Mints (Eds.) 1951: Rea­dings in Monetary Theo­ry, Homewood, Ill. (Richard D. Irwin), 369–393; re­prin­ted again in: M Friedman (Ed.) 1953, Essays in Positive Economics, The Uni­ve­r­si­ty of Chi­­­ca­­go Press, 133-156. - Friedman, Milton 1959: A Program for Monetary Stability, New York: Ford­ham Uni­ver­sity Press. - Friedman, Milton 1969a: The Monetary Theory and Policy of Henry Simons, in: Ders., The Optimum Quantity of Money and other Essays, New York: Aldine de Gruy­ter, 1969, 81-94.

[3] Fisher, Irving 1935: 100% Money, Works Vol. 11, ed. and introduced by Wil­liam J. Barber, London: Pickering & Chatto, 1997. Dt. 2007: 100%-Geld, Kiel: Verlag für Sozialökonomie.

[4] Douglas, Paul H / Hamilton, Earl J. / Fisher, Irving / King, Willford I. / Graham, Frank D. / Whittlesey, Charles R. 1939: A Program for Monetary Reform. Unpublished, but widely circulated among economists at the time. Available from the Kettle Pond Institute for Debt-Free Money, http:// www.economicstability.org/history/a-program-for-monetary-reform-the-1939-document. - Eine neuere Darlegung des Konzepts einer 100%-Reserve gibt Phillips Ronnie J. 1995: The Chicago Plan & New Deal Banking Reform, Armonk, NY: M. E. Sharpe Inc.

[5] In dieser Darlegung des Giralgeldsystems stimmt die Vollgeldtheorie mit der Modern Money Theory MMT, den meisten Postkeynesianern und auch einer Reihe von Zentralbankökonomen weitgehend überein. Ein Gegensatz zur MMT liegt jedoch darin, dass diese das Giralgeld als vermeintliches 'staatliches' Geld und das ganze fraktionale Reservebanking als eine 'staatliche Geldordnung' missversteht, und sie keine Fehlfunktionen des Giralgeldregimes und also auch keinen Reformbedarf erkennt.

[6] Quellen: ECB, Monthly Bulletins, Tables 1.4.2, 2.3.1-2. Deutsche Bundesbank, Monatsberichte, Tab. II.2, IV.1, V.3. – Aktuell (2012/13) beträgt die Reservehaltung der Banken rechnerisch 12%. Dies liegt an vorübergehenden Ausnahmefaktoren in Folge der Krise, insb. Quantitative Easing (Reservenflut der Zentralbank, bei Verzinsung gehaltener Reserven), krisenbedingt risikoscheuem Geschäftsverhalten der Banken, und der Aufstockung von Eigenmitteln, um den erhöhten Anforderungen nach Basel III zu genügen.

[7] Irving Fisher 1935: 100%-money, 62. In den 1930ern war das insofern hinter der Zeit, als die Bankkredit-Theorie des Geldes bereits in den 1890er Jahren entwickelt worden war und das Thema auch in der Currency-vs-Banking-Kontroverse der 1830–40er schon eine Rolle gespielt hatte.

[8] Rolf Gocht 1975: Kritische Betrachtungen zur nationalen und internationalen Geldordnung, Berlin: Duncker & Humblot, S. 29.

[9] Dies ist der einzige Punkt, in dem die Modern Money Theorie, in Person R. Wray (2012 79), in Bezug auf Geldreform und 100% Reserve etwas Zutreffendes festgestellt hat.

[10] Zuletzt (2013) lagen Leitzinsen und Habenzinsen unter 1% bis nahe null. Es handelt sich um eine Ausnahmesituation aufgrund des massiven Quantitative Easing (Reservenschwemme) der Zentralbanken und eines Überhangs an Giroguthaben ebenso wie Spar- und Terminguthaben aufgrund eines Mangels höher verzinslicher konservativer Geldanlagen. Der Mechanismus der Inaktivierung von Depositen durch Habenzinsen scheint insoweit vorübergehend gegenstandslos geworden. Da aber diese Bedingung für alle in gleicher Weise gilt, hat dies momentan keine Folgen für die Banken und ihren Wettbewerb untereinander. Aber eine Zinswende nach oben kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Dann wird wieder deutlicher werden, dass zum Wettbewerb der Banken auch eine kompetitive Immobilisierung von Kundenguthaben gehört.

[11] Huber, Joseph / Robertson, James 2000: Creating New Money, London: New Economics Foundation. Dt. aktual. Fassung 2008: Geldschöpfung in öffentlicher Hand, Kiel: Gauke Verlag für Sozialökonomie.

[12] Zum Beispiel 2010: Towards a Twenty-First Century Banking and Monetary System. Submission to the Independent Commission on Banking, 2010, written by Ben Dyson (Positive Money), Tony Greenham, Josh Ryan-Collins (New Economics Foundation), Richard A. Werner (University of Southhampton). Available at: http://www.neweconomics.org/publications/towards-a-21st-century-banking-and-monetary-system

[13] Für eine weitere Diskussion des Themas 100%-Reservebanking und seinen Vergleich mit dem Vollgeldansatz siehe auch Klaus Karwat 2012: Vollgeld als Weiterentwicklung des 100%-Gelds, in: Helge Peukert: Die große Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise, 4. Auflage, Marburg: Metropolis, 2012, 359 ff. - Joseph Huber 2013: Monetäre Modernisierung, 3. Neu bearbeitete Auflage, Marburg: Metropolis, 119–126.

[14] Huerta de Soto, Jesús 2009: Money, Bank Credit, and Economic Cycles, Auburn: AL: Ludwig von Mises Institute.

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