Kritik und Gegenkritik

Die Bundesbank befasst sich in ihrem Monatsbericht April 2017 mit dem 100%-Reservebanking und erklärt, warum sie davon nichts hält.  
Hier der Artikel der Bundesbank >  Anmerkungen zu einer 100-prozentigen Deckung von Sichteinlagen durch Zentralbankgeld, S. 33-36 in Bundesbank Monatsberichte, 69. Jg, Nr. 4, April 2017 (zum Ende nach S. 33-36 scrollen).    
Was aus Sicht des Vollgeldkonzepts davon zu halten ist, habe ich zusammengestellt in einem
kritischen Statement zu den Ausführungen der Bundesbank über 100%-Reservebanking.  
Außerdem noch eine > Stellungnahme des Vereins Monetative.
Eine etwas schärfere Tonart schlägt Norbert Häring in seinem Blog an > Die Kritik der Bundesbank an 100%-Geld ist pure Lobbyarbeit für die Banken, Geld und mehr, 2 Mai 2017. 

   Gelehrte Disputation 1519 über die religion jener tage

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Viel Feind, viel Ehr. Der Beitrag
> Vollgeld in der Kritik

diskutiert in systematischer und umfassender Weise die wichtigsten Kritikpunkte, die von verschiedener Seite gegen Vollgeld vorgebracht werden. Vollgeld gewinnt dabei an Kontur.
Das Papier > Vollgeld in der Kritik als PDF (37 Seiten)

Im Beitrag > Eingeschränkte Sicht - Die keynesianische Denkwelt gegenüber Giralgeldkritik und Vollgeldreform versuche ich, den geldtheoretischen Knoten speziell des Denkens keynesianischer Herkunft beizukommen.

The Cambridge Journal of Economics, the leading organ of academic Postkeynesianism, has prepared an issue on 'Cranks and Brave Heretics: Rethinking money and banking after the Great Financial Crisis', including under this umbrella supporters of sovereign money reform. The formulation is taken from Keynes who himself, however, owed quite a few things to some of the 'cranks' of his time, particularly S.Gesell and C.H.Douglas.
G. Fontana and M. Sawyer consider sovereign money reformers to be > More Cranks than Brave Heretics.
B. Dyson, G. Hodgson and F. van Lerven of Positive Money have taken the trouble to respond to the paradigmatic biases of such know-it-all critics > A response to Critiques of 'Full Reserve Banking' or 'Sovereign Money' Proposals.

Dr Raimund Dietz

Als habe er gleich noch einen Beleg für das bedauerliche Erscheinungsbild des heutigen Keynesianismus liefern wollen, macht sich Stephan Schulmeister über Vollgeld her, unsachgemäß bis desinformativ > Das 'Vollgeldsystem' - notwendige Reform oder gefährliches Allheilmittel?  

Raimund Dietz hat die Geduld aufgebracht, das dazu Notwendige zu sagen > Ein Keynesianer schießt auf Vollgeld: Eigentor!

Dr Reinhold Harringer

Dr Reinhold Harringer

Reinhold Harringer von der Schweizer Vollgeld-Initiative benennt ebenfalls wesentliche Punkte einer Gegenkritik an Schulmeister > Warum das Vollgeldsystem Finanzspekulation eindämmen würde, Makronom, 8 Aug 2016.

• Die erfolgreiche Lancierung der Schweizer Vollgeld-Initiative scheint etliche Kritiker anzustacheln, jetzt erst recht dagegen zu halten, zum Beispiel Paul Steinhardt Die Schweizer Vollgeld-Initiative. Ein Beitrag zur Reform des Finanzsektors? Flassbeck economics, 27 Okt 2015. Der Flassbeck'schen Fixierung auf die Schlachten von gestern, insb die des Angebots-Monetarismus gegen den Nachfrage-Keynesianismus, setzt Steinhardt noch eins drauf: Vollgeld-Befürworter seien Marktapologeten und Austeritätsapostel.
Na ja> Zur Vollgeldkritik von Paul Steinhardt. 

• Einem Modell von van Suntum/Neugebauer zufolge würde die Einführung von Vollgeld 'den natürlichen Zinssatz verzerren'  > Vollgeld, Public Debt, and the Natural Rate of Interest.
Auch in diesem Fall, wie so oft, gehen die Autoren von mehreren unzutreffenden Annahmen bezüglich Vollgeld aus. Zudem bringen sie selbst fragwürdige gleichgewichtstheoretische Zinstheorien ins Spiel  > Randbemerkungen zu van Suntum/Neugebauer.

Flassbeck-Economics hat sich zu Vollgeld geäußert > Vollgeld, das moderne Gold. Der Vergleich mit Gold liegt schon mal daneben und auch sonst erfolgt keine ordentliche Rezeption des Vollgeldansatzes. Stattdessen wird ein Pappkamerad hingestellt, auf den sich leicht schießen lässt. Hier meine > Gegenkritik an Flassbeck-Economics.
Auf diese hin hat Flassbeck Economics sich veranlasst gesehen, eine > Gegen-Gegenkritik zu verfassen. Statt darauf neuerlich zu antworten, verweise ich besser auf die o.g. Sammelantwort auf alle möglichen Kritiken. 

Im gleichen Tenor in Keynesianischer Filiation hat sich Ann Pettifor geäußert
> Why I disagree with Positive Money and Martin Wolf. Die Replik von Positive Money - Why we disagree with Ann Pettifor - hat Ben Dyson geschrieben. 

Den geldtheoretischen Knoten des Denkens keynesianischer Herkunft beizukommen versuche ich im Beitrag > Eingeschränkte Sicht - Die keynesianische Denkwelt gegenüber Giralgeldkritik und Vollgeldreform

Sven Giegold, finanz- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, gibt sich gern als Banking Attac und Finance Watch, erklärt aber unablässig, um etwas zu erreichen, müsse man mit den Wölfen heulen. Nun hat er ein Papier mit dem süffisanten Titel > Hochzeit für Geldverbesserer in Auftrag gegeben, das ziemlich 'heult'. Klaus Karwat, Vorsitzender des Monetative e.V., zitiert daraus die Vollgeld betreffenden Passagen und versieht sie mit einer > Stellungnahme.

Die > Schweizer Verfassungsinitiative für Vollgeld trifft auf viele Unterstützer, naturgemäß aber auch auf ablehnende Kritik seitens etablierter Platzhalter. So hat auch die Organisation Avenir Suisse  eine Breitseite gegen die Vollgeldreform abgelassen. Hier sind
> die Verlautbarung dieser Organisation
> die Gegendarstellung der Vollgeld-Initiative.

Auf einen anderen Beitrag von Rudolf Walser > Die Fiktion des risikolosen Vollgelds 
antwortet Fabian Perrenoud  > Der Beelzebub im schlaraffenland. Wie die Avenir Suisse bei der Kritik am Vollgeld ins Reich der Fiktion abgleitet.

• Eine Partei der Vernunft - anscheinend ein Club ultraliberaler neo-österr. Frömmler - sieht Vollgeld und die staatliche Zentralbank als Monetative als Heimsuchung durch ein Schreckgespenst. Hier lesen >

• Klaus Karwat hat hierzu eine > Gegenkritik verfasst.

 

Helmut Creutz

Helmut Creutz

Helmut Creutz hat sich mehrmals zu einer Vollgeldreform und dem Ansatz der Monetative kritisch geäußert, darunter in der Humanen Wirtschaft in 2010 und 2012, ein weiteres mal in der Zeitschrift Sozialimpulse in 2013. Das gab Anlass, die Ziele einer Vollgeldreform zu präzisieren und auf weit verbreitete Missverständnisse bezüglich des Giralgeldsystems einzugehen.
Hier die > Kritik von Helmut Creutz in der Humanen Wirtschaft Heft 1/2010 und > die Gegenkritik des Vereins Monetative in Heft 3/2010.
In der Humanen Wirtschaft 6/2012 hat Creutz nochmal nas.html">Heft 1, März 2013, unter dem Titel 'Vollgeld kontrovers'.