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Currency versus Banking.
Ein Bezugsrahmen von bleibender Bedeutung für das moderne Geldwesen
[1]

Der Ausdruck Neue Currency Theorie (NCT) nimmt Bezug auf die historische Currency Schule der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ihr Widersacher war die Banking Schule jener Zeit.[2] Die Bezugnahme auf diese Lehren soll diese hier nicht in ihrer ursprünglichen Form replizieren. Vielmehr sollen Strukturkomponenten herausgearbeitet werden, die sich über die zurückliegenden 200 Jahre erhalten und fortentwickelt haben; und von denen man sagen kann, dass sie in nucleo seit dem antiken Griechenland und Rom bestanden und sich entwickelt haben.[3]  

Meines Wissens wurden die englischen Ausdrücke 'currency' und 'banking' auf Deutsch stets so übernommen. Gleichwohl besagt eine deutschsprachige Annäherung schon einmal, worum es geht: kurz gesagt, Geld versus Kredit; weniger kurz, ob entweder gesetzliche Zahlungsmittel oder aber Bankenkreditgeld als Umlaufmittel dienen sollen (Currency = Umlaufmittel, früher Bargeld, heute auch Buchgeld). Kurz und auf der Höhe der Zeit: Vollgeld versus Giralgeld.

Der Begriff Currency bedeutet zum einen die Währung, zum anderen zugleich auch die offiziellen Zahlungsmittel in dieser Währung, also das Geld. Der deutsche Begriff Umlaufmittel nimmt sprachlich die Bedeutung von Currency auf, umfasst jedoch außer dem gesetzlichen Geld (Münzen, Banknoten) auch das Giralgeld als Geldsurrogat. Das gilt auch für den französischen Begriff compte courant für Girokonto (laufendes Konto). Der traditionale Begriff Kurantgeld für bestimmte Gold- und Silbermünzen als gesetzlichen Zahlungsmitteln besitzt den gleichen Wortstamm und auch eine gleiche Bedeutung wie Currency. Die moderne Semantik des Vollgeldes darauf zu übertragen,  wäre jedoch nicht unbedingt sinnvoll.

Natürlich ließe sich einfach von einer Modernen Währungs- oder Geldtheoriesprechen. Aber davon abgesehen, dass dies vielleicht doch allzu unspezifisch ist und der Kontext der Kontroverse Currency-vs-Banking dabei verloren geht, ist dieser Ausdruck bereits von der Modern Money Theory besetzt worden. Diese hat zwar einiges Richtige zum modernen Geldzu sagen, hat andererseits aber auch neue Irrlehren zum Thema Geld und Finanzen in die Welt gesetzt.[3a] Von daher erscheint Vollgeldtheorie noch am ehesten geeignet. Will man von der aktuell stark betonten Reformkomponente absehen und einen weiteren wissenschaftlichen und geldpolitischen Kontext herstellen, wäre Neue Currencylehre die erste Wahl.
 

 Hier > eine zusammenfassende Synopse zur Kontroverse Currency versus Banking.
 

Die Britische Currency Schule der ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich aus dem merkantilistischen Bullionismus. Diesem zufolge beruhte der Wohlstand einer Nation auf ihrem Besitz von Gold und Silber. Da die Metallgeldzeit nun vorüber ist, meinen manche, Currencytheorie sei nicht mehr aktuell. Das ist ein Irrtum. Zu jener Zeit waren praktisch noch alle Gelehrten 'Metallisten'. Silbermünzen und Goldbarren galten wie selbstverständlich als Deckung für Papiergeld. Die Currencytheoretiker jener Zeit – Ricardo, Torrens, Thornton u.a. – hatten kein Interesse an Gold als solchem. Torrens verstand sich ausdrücklich als Anti-Bullionist. Sie wollten ein für damalige Begriffe modernes Papiergeld und Kreditwesen, jedoch ein stabiles, das ein Übermaß an Papiergeld und Giralgeld vermeiden und so auch Inflation und Bankenkrisen vorbeugen sollte. Sie sahen entsprechende Regelungen vor, um eine Kontrolle über die umlaufende Geldmenge zu gewährleisten – eine Mengenkontrolle, keine Verwendungs­kontrolle. 

Currencytheoretiker wie auch führende Politiker jener Zeit sahen in der außer Kontrolle geratenen Flut an privaten Banknoten die Hauptursache der wiederkehrenden Banken- und Finanzkrisen. Die Analogie zu der heute in sinngemäß gleicher Weise außer Kontrolle geratenen Kredit- und Giralgelderzeugung der Banken liegt auf der Hand. Die Currencytheorie setzte sich damals gegen die Bankingtheorie durch. Das erste Bank Charter Gesetz von 1833 erklärte Zentralbanknoten zu gesetzlichen Zahlungsmitteln. Das zweite Bank Charter Gesetz von 1844 legte eine proportionale Gold- und Silberdeckung für die Zentralbanknoten fest. Damit wurde ein relatives Maximum der Ausgabe von Banknoten festgelegt.

Die Britischen Bank Charter Gesetze dienten als Modell für ähnliche Maßnahmen in allen damals industrialisierenden Ländern. Sie ersetzten nach und nach die Banknoten von privaten 'Zettelbanken' durch Zentralbank-Noten. Damit wurde das Banknotenmonopol der nationalen Zentralbanken bleibend etabliert.[4] Wie Whale feststellt, verwirklichten die Gesetze insoweit ein Grundprinzip der 'Currencytheorie, demzufolge Bankengeschäfte und Geldschöpfung getrennt sein sollen'.[5] Geld wurde von einer Privatangelegenheit wieder zu einer Sache öffentlichen Rechts, zur Prärogative eines souveränen Staates, was es historisch in aller Regel gewesen ist.

In den Jahren nach 1844 wurde das Gesetz jedoch wiederholt aufgeweicht. Dies geschah auf Verlangen der Bank von England, die ihrerseits unter dem Druck der Banken stand, noch mehr Geld zu drucken, um es in den damaligen Eisenbahn-Boom zu stecken – was prompt in die schweren Banken- und Finanzkrisen von 1847 und 1857 mündete.

Ohnehin griff das Gesetz zu kurz, denn es bezog sich nur auf Banknoten. Das durch Bankenkredit erzeugte Giralgeld, das später so genannte Schecksystem, hatte man dagegen außen vor gelassen, obwohl dieses Thema in den Debatten zwischen den Vertretern des Currency- und des Banking-Standpunktes durchaus eine Rolle gespielt hatte. Dass man das Giralgeld 'vergessen' habe, wie öfter gesagt wird, ist kaum glaubhaft; eher schon, dass hier einmal mehr Lobbyismus am Werk war.  

Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurde bargeldlose Bezahlung mittels Giralgeld – in Form der banken-vermittelten Verrechnung verfügbarer Kontoguthaben – bei Unternehmen, Regierungsstellen, reichen Familien, nicht zuletzt unter Banken selbst, zunehmend gebräuchlich. Voll erkannt wurde die geldpolitische Bedeutung dieses Mechanismus jedoch erst in den 1890er Jahren mit der Entwicklung der Bankenkredit-Theorie des Geldes.[6] Zu dieser Zeit war in den fortgeschrittenen Ländern Europas der Anteil des Giralgeldes an der Geldmenge M1 auf etwa ein Drittel gewachsen. Heute hat Giralgeld einen Anteil von 80–90 Prozent erreicht.

Es war ein gravierender Mangel der Bank Charter Gesetze, das Giralgeld nicht in die gesetzliche Regelung einbezogen und damit dem Gutdünken der Banken überlassen zu haben. Gleichwohl waren wichtige Prinzipien der Currencylehre verankert worden. Seither ist gleichsam offiziell, dass modernes Geld (Scheidemünzen, Banknoten, Buchgeld) Zeichengeld, nicht Warengeld ist. Zeichengeld kann frei aus dem Nichts geschöpft werden. Bei Fehlen gesetzlicher Regelungen tendiert die Geldschöpfung der Banken (Giralgeld, damals noch Banknoten) zu einem prozyklischen Übermaß der Kreditvergabe und damit Guthaben- und Schuldenerzeugung, in Krisen zu übermäßig schrumpfender Kreditvergabe und damit schrumpfender Geldmenge. Daraus ergibt sich ein stark schwankendes, im Gesamtergebnis inflationär und asset-inflationär überschießendes Geldangebot, also instabiles und unsicheres Geld, was wiederkehrend Banken-, Finanz- und Wirtschaftskrisen hervorbringt.

Von daher ist es aus Sicht der Currencytheorie unabdingbar, gesetzlich zu bestimmen, was als Geld, das heißt als allgemeines Zahlungsmittel bzw Umlaufmittel dienen soll; unter wessen Kontrolle und Verantwortung dieses Geld geschöpft, in Umlauf gegeben oder dem Umlauf entzogen wird; mittels welcher geldpolitischer Instrumente; und wem das Privileg zusteht, die Gewinne oder sonstigen geldwerten Vorteile (die Seigniorage) zu realisieren, die mit dem Vorrecht der Geldschöpfung verbunden sind.  

Damit stellt sich eine Frage, die Ökonomen seither beschäftigt hat: An welchen Anker soll man eine Währung binden? Nach welchen Kriterien lässt sich bestimmen, was eine angemessene Geldmenge ist? Zu Beginn des 19. Jahrhunderts – der späten Metallgeldzeit sozusagen – wurde allgemein noch Gold als der gesuchte Anker angesehen; obwohl man auch damals schon nicht unerhebliche Teile der ausgegebenen Banknoten durch Hinterlegung von Staatsanleihen 'deckte' oder 'besicherte'.

Darüber hinaus erachteten bereits Currency- wie auch Bankingtheoretiker Preise als einen geeigneten Ansatzpunkt. Sie hatten jedoch Schwierigkeiten, inflationäre und deflationäre Tendenzen sowie Aufwertungs- und Abwertungstrends der Währung statistisch zu dokumentieren.      

Später, seit um 1900, als die Unterstellung eines 'inneren' Geldwertes allmählich aufgegeben wurde und die amtliche Statistik besser geworden war, ging man dazu über, Gold als Bezugspunkt zu ersetzen durch Warenkörbe unterschiedlicher Zusammensetzung – zum Beispiel eine Auswahl von Rohstoffen, ursprünglich noch inklusive Gold, oder einen Korb mit den Preisen ausgewählter Konsumgüter und Dienstleistungen, wie er heute in den Erzeuger- und Verbraucherpreis-Indices besteht. So wichtig diese sind (vorausgesetzt, sie seien zuverlässig), eignen sie sich nicht als 'Urmeter' für den Binnen- und Außenwert des Geldes in einer bestimmten Währung. Mit Geld kann man Waren erwerben, Geld ist selbst aber keine Ware und auch kein Korb von Waren, sondern ein Rechtsdokument in Form der Anweisung auf unspezifizierte aber mengenbegrenzte Waren im Umfang des betreffenden Nennwertes, das heißt, der betreffenden Preissumme.

Der Quantensprung des Warenkorb-Ansatzes bestand schließlich darin, die umlaufende Geldmenge auf das gesamte Wirtschaftsprodukt zu beziehen, wie dies in den Zirkulationsgleichungen des Geldes bei Fisher, Keynes und vielen anderen ausgedrückt wurde.[7] Der Wert des Geldes besteht in seiner Kaufkraft und diese leitet sich letztlich aus der gesamtwirtschaftlichen Produktivität her, der Gesamtheit aller erstellten und verkauften Güter und Dienste, wie seit den 1940-50er Jahren indiziert durch das BIP, sei es national oder übernational. Damit wurde das Leistungspotenzial der Wirtschaft bei Vollauslastung der Kapazitäten zum Bezugsrahmen für ein angemessenes Geldangebot.

Man sollte hierbei mit einbeziehen, dass der tatsächliche Geldbedarf mehr beinhaltet als nur das, was im offiziellen BIP wiedergegeben wird. Zu den nicht eigens erfassten Geldbedarfen gehört der gesamte Bereich der Schwarzarbeit und Untergrundwirtschaft, vor allem aber: der Geldeigenbedarf der Finanzwirtschaft, im Unterschied zum Geldbedarf für die Finanzierung und die Umsätze der Realwirtschaft. Beide Aspekte werden in der VWL bis heute weitgehend vernachlässigt.

Im Hinblick auf solche Fragen, auch damals schon vor allem Inflation und Spekulationsblasen, führten die Vertreter der Banking Schule, Tooke und Fullarton, zwei Theoreme ins Feld – zum einen das Geldrückfluss-Prinzip (law of money reflux), zum anderen die Sicherheiten-Doktrin, oder Doktrin der guten Schuldscheine (real-bills doctrine; real bills = Schuldverschreibungen von besten Adressen).[8]

Die Sicherheiten-Doktrin besagt, solange die Banken Buchgeld und Papiergeld per Kredit kurzfristig und gegen beste Sicherheiten herausgeben, so lange sei gewährleistet, dass das zusätzliche Geld für produktive nützliche Zwecke verwendet werde, und dass bei Fälligkeit der Kredite die betreffenden Beträge getilgt und damit das Geld wieder aus dem Verkehr gezogen werde, sodass nicht mehr Geld in Umlauf sei als ein 'realer' Bedarf dafür vorhanden sei. Der Grundgedanke dieser Doktrin besteht also darin, dass die Qualität vorhandener Sicherheiten automatisch die Quantität des Bankenkredits und damit der umlaufenden Banknoten und Giroguthaben reguliert. Dabei betonte man, Bankiers seien schließlich ehrbare Kaufleute von untrüglichem Sachverstand. Was immer man nun davon halten mag … es handelt sich hier interessanterweise um einen moralischen Gesichtspunkt und ein Verhaltensargument, kein funktionales ökonomisches Argument.  

Für Banking-Theoretiker waren Inflation und Spekulationsblasen zweifellos Kernfragen. In der Praxis jedoch kümmerte die Bankiers, allen Lippenbekenntnissen zum Trotz, die Stabilität der Währung und der Preise herzlich wenig. Vielmehr neigten sie damals wie heute dazu, Inflation und Finanzmarktspekulation durch zusätzliche Geldschöpfung (leverage) prozyklisch anzuheizen. Damit erweitern sie ihre Bilanzen bzw. vergrößern den Nominalwert ihrer Aktiva, was zunächst auch einen erhöhten Realwert bedeutet. Es führt steigende Zinsen mit sich, damit zunächst auch vergrößerte Zinsmargen. Zum anderen mindert Inflation den Wert der Verbindlichkeiten einer Bank in gleicher Weise wie bei jedem anderen Schuldner. Solange also Inflation keine galoppierende ist, können Banken bestens davon leben.

Torrens, als führender Kopf der Currency Schule, war ursprünglich selbst ein Anhänger der Sicherheiten-Doktrin. Mit der Zeit jedoch fühlte er sich von der Realität der 'real bills' und dem tatsächlichen Verhalten der Banken entfremdet. Thornton dagegen, der selbst ein angesehener Bankier war, kritisierte die Sicherheiten-Doktrin von vornherein. Seines Erachtens ist es unmöglich, mit hinreichender Zuverlässigkeit im voraus zu wissen, welche Sicherheiten sich als 'real' erweisen und welche als fiktiv.

Darüber hinaus beschränkten sich die Banken in ihrer Geschäftstätigkeit weder auf die kurze Frist noch auf beste Adressen. Langfristige Schuldverschreibungen wurden ebenso angenommen wie kurzfristige; Schuldner minderer Bonität zwar nicht ebenso bereitwillig wie bester Bonität, aber eben doch. So oder so können unvorhergesehene Ereignisse alle Kalkulationen über den Haufen werfen. Das Bankengewerbe, einschließlich der Bank von England, wie Thornton als Insider feststellte, neigte aus purem Eigeninteresse dazu, Kredit (und damit Geldguthaben und Schulden) im Übermaß auszustellen. Das erzeugte immer wieder Schieflagen einzelner Banken sowie sektorale Bankenkrisen, umso mehr als die Banknoten, um allgemeine Akzeptanz zu besitzen, konvertibel sein mussten, das heißt jederzeit in Silbermünze einzutauschen.[9]

Die Banking Schule nahm sicherlich nicht die Haltung ein, Geld sei ökonomisch 'unwichtig', neigte aber gleich der klassischen Ökonomik dazu, die Bedeutung des Geldes als einem vermeintlichen bloßen Tauschmittel als gering einzustufen. Dem Fullarton'schen Geldrückfluss-Prinzip zufolge müssten Inflation, Kreditblasen und Krisen andere als monetäre Gründe haben, denn Banknoten und Giralgeld würden bei Tilgung von Krediten zurückfließen. Sobald Inflation auch nur spürbar werde, würden die Papiergeldhalter ihre Scheine sofort gegen Silbermünze eintauschen und so jeden Banknotenüberhang im Keim ersticken. Freilich wurde ein solcher organischer Geldrückfluss nie dokumentiert, wohl aber seine unorganische Erscheinungsform in Gestalt von Bankruns, wenn Kunden vor verschlossenen Banktüren vergeblich Schlange stehen, um an ihr Geld zu kommen.

Die Currency Schule stellte fest, dass es in der Realität des Bankengeschäfts keine effektive Begrenzung von Schuldverschreibungen, Krediten und Bankengeld gibt, so lange nicht, bis die nächste Überkreditierungs-, Überinvestment- und Überschuldungskrise einsetzt und die vermeintlich guten Schulden mitmalen zu schlechten werden. Demzufolge setzte die Currencytheorie der Sicherheiten-Doktrin die These der Sicherheiten-Täuschung entgegen (real-bills fallacy), eine These des Banken- und Marktversagens. Danach hat der Glaube an 'gute Schulden', 'gute Verwendungszwecke', 'gute Bankiers', 'unsichtbar sich lenkende Märkte' und andere Figuren einer Idealwelt-Ökonomik mit der realen Bankenwelt wenig zu tun.

Die Rationalität des Banking-Standpunktes überlappt sich hier mit dem Grundmuster klassischer, später neoklassischer Ökonomik, nämlich dem axiomatischen Glauben an die 'unsichtbare Hand' des Marktes. Dem Wirtschaftsphilosophen Vogl zufolge handelt es sich hierbei um ein mittelalterliches scholastisches Theologem: die Idee von Gottes weiser manus gubernatoris, die unfehlbar eine harmonia mundi herbeiführe, sofern sie nicht durch teuflische Machenschaften daran gehindert werde.[10] Letztere werden in der klassischen und neoklassischen Ökonomik habituell auf 'den Staat' und 'die Regierung' projiziert.

Vertreter der Bankinglehre verlangen von daher, der Staat solle sich nicht in Geld- und Bankangelegenheiten einmischen. Geld wird als bloßes Tauschmittel dargestellt, das von den Akteuren markt-endogen nach Bedarf geschaffen werde. Geld wird dabei selbst zur Ware. Diese markt-endogene Warentheorie des Geldes wurde später, 1871, von Menger und der Österreichischen Schule weiter ausgeführt.[11]

Eine Ware soll man 'den Märkten' überlassen. In Bezug auf das Geld heißt dies nichts anderes als man solle das Geld den Banken und anderen Finanzinstituten überlassen, während der Staat sich darauf beschränken solle, Besitz zu schützen und die Vollstreckung privatrechtlicher Verträge zu gewährleisten. Auch in dieser Hinsicht spiegelt die Bankinglehre eine unreflektierte Grundhaltung (neo)klassischer Ökonomik wider, der zufolge 'den Märkten' eine Art von absolutistischem Privatstatus jenseits von Staat und Gesellschaft zukomme. Im historischen Kontext ist dies als Selbst-Manifestation des aufstrebenden Bürgertums gegen den traditionalen Feudalstaat durchaus nachvollziehbar. Freilich hat der aufstrebende Wirtschaftsbürger mit dem kritischen Bad gleich auch das moderne demokratische Staatskind mit ausgeschüttet. Im Hinblick auf moderne dynamische Märkte mit weitreichenden gesellschaftlichen Verflechtungen und Auswirkungen ist der angemaßte Privatstatus der Märkte nachgerade weltfremd.

Anders die Currencytheorie. Sie sieht Geld als Bestandteil der Staats- und Rechtsordnung. Sie versteht die Geldordnung daher nicht nur ökonomisch, sondern mehr noch von ihren Rechtsgrundlagen her. Die Currency Schule misst der Geldordnung eine grundlegende Bedeutung bei – 'money matters', wie der Monetarist Friedman es postulierte. Er führte damit die Auffassungen seiner Lehrer Simons, Knight and Viner fort, die wiederum den Chicago Plan des 100%-Reserve Banking der 1930er entwickelt hatten. Sie gehören, wie auch der Quantitätstheoretiker Fisher und sein sehr ähnlicher Vorschlag des 100%-Geldes, zu den bedeutenden Currencytheoretikern jener Zeit.   

Verfechter eines Currency-Standpunktes betrachten das Geld- und Bankensystem als konstitutiv für jede moderne Wirtschaft. Die Geldordnung ist das Kernstück der Finanzwirtschaft, wie diese wiederum die Realwirtschaft konditioniert. Dies ist kein linearer Zusammenhang, er beinhaltet Interdependenzen und Rückkopplungen. Gleichwohl entfalten diese sich entlang der systemischen Hierarchie von Geld, Finanzen und Realwirtschaft.[12] Wer über die Schöpfung und Erstverwendung von Geld bestimmt, auch über die weitere Geldverwendung, insbesondere die finanzwirtschaftliche Allokation von Geld, verfügt über das größte Machtinstrument, das es außer rechtlicher Weisungsbefugnis und Kommandogewalt gibt.

Banking-Vertreter bestreiten oder verharmlosen die gesellschaftliche Bedeutung des Geldes. Für Banker ist die Macht der Banken schon immer ein Unthema. Über das Geld herrschen wollen sie schon, nur Verantwortung dafür tragen wollen sie möglichst nicht, ebenso wenig wie sich Fragen nach der Legitimation ihrer Machtfülle aussetzen. Von daher ist Bankern die klassische Geldtheorie recht genehm. Dieser zufolge ist das Geld nur ein äußerlicher 'Schleier' über der Wirtschaft. Das Tauschmittel Geld vermittle den Handel, sei für Produktion und Marktprozesse aber nicht konstitutiv. In der neoklassischen Ökonomik entspricht dem das Postulat der Neutralität des Geldes. Demzufolge würden sich Veränderungen des Geldangebots auf das Preisniveau auswirken, nicht aber auf Investitionen, Beschäftigung und Wachstum (Produktion und Konsum). Fragen, von wem genau, wie und wofür genau, und zu wessen direktem Vorteil Geld in Umlauf gegeben wird, bleiben hierbei von vornherein ausgeblendet.

Ein weiteres typisches Element von Bankinglehren besteht darin, das von der Currencytheorie vertretene ordnungspolitisch-funktionale Erfordernis der Trennung von Geldschöpfung und Bankengeschäft zu bestreiten, ja, die Möglichkeit dessen überhaupt abzustreiten. Ausgehend von ihren eigenen Geschäftspraktiken identifizieren Banker Geld und Kredit miteinander. Im bisherigen modernen Geld- und Bankwesen erfolgt die Schöpfung von Giralgeld (Sichtdepositen) und die Ausstellung von primärem Kredit in der Tat uno actu. Auch Bargeld wird nicht per Direktausgaben in Umlauf gebracht, sondern primär kreditiert und von einem unbaren Konto-Guthaben ausgewechselt. Wer wollte bestreiten, dass Kredit und Schuld, Bankaktiva und Bankverbindlichkeiten, das Bankengeschäft grundlegend bestimmen?       

Seit der frühen Neuzeit, noch auf Basis von Silber und Gold, haben Banken mit Girokonto-Verrechnung und Kreditbriefen operiert, mit Wechseln und Schuldscheinen jeglicher Art. Sie haben diese stets als prinzipiell austauschbare Posten erachtet, vor allem, wenn sie nicht fest an eine Person gebunden, sondern frei übertragbar und damit allgemein handelbar waren. Die heute aktuellste Entwicklung besteht in dieser Hinsicht darin, Kreditforderungen gegen Kunden übertragbar und handelbar zu machen. Für Bankinglehren war es von daher auch nie so wichtig wie für Currencylehren, zu bestimmen, was genau Geld ist und was nicht. Für Banker ist das nicht allzu wichtig, solange sie nach Gutdünken Kredit und Sichtdepositen (Giralgeld) ausstellen können, solange Gläubiger stillhalten und Schuldner zahlen, solange Aktiva und Passiva einigermaßen substituierbar sind, und der Buchwert der Bankaktiva zumindest erhalten bleibt.

In diesem Zusammenhang ist auch das bankingtheoretische Insistieren auf der 'real bills doctrine' nachvollziehbar. Auch wenn der Ausdruck heute nicht mehr gebräuchlich ist, so ist die Sicherheiten-Doktrin bis heute ganz selbstverständlich einer der Grundpfeiler des Bankengeschäfts. Dies gilt für Zentralbanken noch mehr als für Geschäftsbanken (Besicherung von in der Regel kurzfristigem Zentralbank-Kredit durch 'notenbankfähige' Wertpapiere vermeintlich bester Bonität).    

Überhaupt ist Bankingtheorie heute dieselbe wie vor 200 Jahren: erstens, lassBanken frei Geld schöpfen (früher vor allem Papiergeld, heute nur noch Giralgeld, das aber das gesamte Geldangebot bestimmt); zweitens, die Märkte werden es schon richten. Geld- und Kapitalmärkte würden Angebot und Nachfrage fortlaufend einander anpassen. Unter Bedingungen gegenseitig gleicher ('symmetrischer') Marktposition, Information, Finanzkraft und Wettbewerbsfähigkeit stelle sich unfehlbar ein 'Marktgleichgewicht' bei einem optimalen Volumen von Kredit, Verschuldung und Giralgeld ein, sodass die Märkte nicht fehlen können.

Niemand hat anscheinend gefragt, wie ein selbstbegrenzendes Marktgleichgewicht entstehen soll, solange das Finanzierungs- und Transaktionsmedium der Märkte, das Geld, weit davon entfernt, 'knapp' zu sein, von den Banken per Kredit aus dem Nichts faktisch unbegrenzt und in Relation zum realen Wachstum weit überschießend produziert wird, als ließe sich so die Schwerkraft des produktiven Potenzials einer Wirtschaft überlisten.        

Natürlich weiß die neoklassische VWL und Finanzwissenschaft sehr genau, dass 'Asymmetrie' und korporative Marktvermachtung den modernen Normalfall darstellen. Aber sie behandelt die Realität noch immer wie eine sozusagen unerlaubte Abweichung von ihrer Idealwelten-Scholastik, anstatt ihre Idealwelten-Modelle zugunsten einer Realwelt-Ökonomik aufzugeben. Solange dies nicht geschieht, bleibt die Bankinglehre, gewollt oder nicht, nützliche Ideologie in Diensten der sehr weltlichen Gewinn- und Machtinteressen der großen Bank- und Finanzkorporationen.   

Ein prominenter Vertreter der Bankinglehre war zuletzt Friedrich von Hayek. Er propagierte eine radikale Entstaatlichung des Geldes, anders gesagt, Free Banking ohne staatliche Zentralbank.[13] Auch Fama's Effizienzmarkt-Hypothese, die sich auf Finanzmärkte bezieht, ist ein typisch bankingtheoretischer Ansatz der jüngsten Vergangenheit.[14] Geld- und Kapitalmärkte werden hier als eine quasi-perfekte informations­verarbeitende Maschinerie dargestellt. Unaufhörlich würde sie alle relevanten Informationen absorbieren, zutreffend auswerten und einpreisen. Das ähnelt der allem überlegenen Schwarmintelligenz, die Hayek (ohne den Ausdruck gekannt zu haben) Märkten zuschrieb, im Gegensatz zur Wissensanmaßung von Zentralplanern und Bürokraten.

Das ist zumindest relativ. An den Märkten herrschen ebenfalls Nichtwissen und Ungewissheit vor, und Bürokratien sind die großen Geld- und Finanzkorporationen kaum weniger als öffentliche Verwaltungen. Zwar sind Märkte im Prinzip durchaus ein Mechanismus der Selbstorganisation und gegenseitiger Anpassung. Jedoch sind die meisten modernen Märkte oligopolistische Machtstrukturen, zumal im Banken- und Finanzsektor. Und natürlich versagen Märkte ebenso wie Staat und Bürger, nicht immer, aber doch immer wieder. Banken und Finanzmärkten unterlaufen fortwährend Fehler bei der Risiko- und Chancenbewertung ihrer Geschäfte.

Auch können 'die Märkte' (im wesentlichen Angestellte von Banken, Fonds und Versicherungen) einschneidende Ereignisse natürlich nicht vorhersehen. Sie folgen Gerüchten (oder streuen sie selbst), vagen Stimmungen, und gehen mit Moden und Trends ihres Milieus konform bis zum Zusammenbruch. Sie rationalisieren eher nachträglich, was sie gerade tun, als dass sie solide Gründe dafür gehabt hätten, es zu tun. Gerade Finanzmärkte übertreiben Trends immer wieder über längere Zeiträume und nehmen, wenn überhaupt, erst mit großer Verspätung eine Neubewertung der Situation vor. Dann vollziehen sie plötzlich eine halsbrecherische Kehrtwende. Staatsanleihen im ersten Jahrzehnt des Euroraums sind ein solcher Fall. Die damaligeZinskonvergenz aller Staatsanleihen auf ein immer niedrigeres Niveau und die damit einhergehende immer höhere Schuldenaufnahme, effektiv Überschuldung, der Staaten des Euroraums sind nichts anderes als ein Beispiel von eklatantem Banken- und Marktversagen; abgesehen vom Politikversagen der beteiligten Parteien und Regierungen, das es ebenfalls darstellt.      

Abschließend sei zunächst noch einmal festgehalten, dass der Unterschied zwischen Currency- und Bankingtheorie heute nichts mehr mit der Rückkehr zu einem Goldstandard zu tun hat. Dies ist nur in der rückwärts verhafteten Auslegung der Neo-Österreichischen Schule so, deren Verständnis des Geldsystems aber immer noch einer Bargeldwirtschaft entspricht, auch dort, wo es um unbaren Kredit geht.[15]

Die Scheidelinie zwischen Currency- und Bankingtheorie verläuft vielmehr entlang den Antworten auf die Frage, wer berechtigt sein soll, Geld zu schöpfen und das Geldangebot, bzw die Geldmenge, zu kontrollieren:

ob ein öffentlich-rechtliches Organ wie eine unabhängige staatliche Zentralbank, oder die Banken;

ob die zirkulierende Geldmenge ein öffentliches Gut unter öffentlicher Kontrolle sein soll, oder ein Privatprodukt der Banken;

ob das hergebrachte Geldregal (Währungsmonopol, Geldmonopol und ungeteilte Seigniorage) wieder als eine Prärogative von Verfassungsrang anerkannt wird, von vergleichbarer Bedeutung wie zum Beispiel das Justiz-, Steuer- oder Gewaltmonopol, oder ob die mit dem Geld verbundenen Vorrechte vollends dem Privatinteresse der Banken überlassen werden, die mit dem Geld alles mögliche tun, nur nicht, seine Menge begrenzen und unter Kontrolle halten;

ob man im öffentlichen Interesse für sicheres Geld, stabilen Geldwert und stabile Finanzmärkte votiert, oder man im Privatinteresse der Banken weiterhin unsicheres Geld und einen instabilen Binnen- und Außenwert des Geldes ebenso zulässt wie unweigerlich wiederkehrende Banken-, Finanz- und Wirtschaftskrisen (deren große Schäden die Allgemeinheit zu tragen hat, während die Banken wegen ihrer systemischen Bedeutung auf Kosten der Allgemeinheit gerettet werden müssen);

ob man versteht, dass die Kontrolle über das Geld eine Frage staatlicher Souveränität und Integrität ist, oder man dies in ideologisch irregeleiteter Weise als 'Nationalismus' verunglimpft im Interesse einer hegemonialen Banken- und Finanzindustrie, die einen gleichsam extraterritorialen Status beansprucht.

Offenkundig sind dies politische Richtungsfragen von großer Bedeutung, und sie sind es heute mehr denn je. Für die Analyse und Bewertung moderner Geldordnungen bildet 'Currency vs Banking' einen Bezugsrahmen von bleibender Relevanz.

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Die hier vertretene Neue Currency Theorie führt die historische Linie der Currencylehren fort und aktualisiert sie im Bezug auf das heute weiter entwickelte Geld- und Bankenwesen. Zu den akademischen Richtungen der Ökonomik, bei denen Currencytheorie heute am ehesten anschlussfähig ist, gehören der Postkeynesianismus, Circuitismus, verschiedene Richtungen des Monetarismus, Ungleichgewichtsökonomik (disequilibrism), institutionelle und historische Ökonomik, Staatsrechts- und Verfassungstheorie, Wirtschaftsrecht und öffentliches Recht, ökologische Ökonomik sowie Wirtschafts- und Finanzsoziologie. Auch ist erkennbar, dass die meisten der heutigen Geldreform-Initiativen in der Filiation von Currencylehren stehen.[16]

Ob auch der ursprüngliche Keynesianismus hierher gehört, bleibe dahingestellt. Keynes' Geldreform-Vorstellungen entsprachen ziemlich genau dem heute vorhandenen fraktionalen Reservebanking in Verbindung mit der 'reserve position doctrine', das heißt der unzutreffenden Annahme, die Zentralbank würde mittels einer fraktionalen Reservenbasis und der Leitzinsen darauf die Giralgeldschöpfung der Banken kontrollieren.[17]   

Chartalismus dagegen, d.h. Theorie staatlichen Geldes, gehört zweifellos hierher, sofern darunter ein Currency-Standpunkt im hier erläuterten Sinn verstanden wird. Die Urhebertheorie des Chartalismus jedoch, die staatliche Theorie des Geldes nach G. Fr. Knapp 1905, gehört nur bedingt oder überhaupt nicht hierher ebenso wenig wie die heutige Modern Money Theory. Denn sie begrenzen die monetäre Prärogative des Staates auf die Bestimmung der nationalen Währung und überlassen die Geldschöpfung und die damit verbundenen Extragewinne und Privilegien im Prinzip vollständig den Banken. Im fraktionalen Reservebanking bzw der proaktiven Giralgeldschöpfung der Banken sehen sie keinerlei Problem.[18] Im Ergebnis stehen sie damit mehr für eine neue Bankingtheorie als eine neue Currencytheorie.

Ein Currency-Banking-Amalgamanderer Art stellt die Neo-Österreichische Schule dar. Sie beruft sich, wie schon ihre historischen Vorgänger, insb. von Mises, auf die historische Currencylehre von vor 200 Jahren, mit Betonung der Metallbindung des Geldes. Ebenso übt sie eine radikale Kritik am fraktionalen Reservebanking und seinen Mängeln und Fehlfunktionen. Die Ursache des Übels wird jedoch keineswegs bei den Banken gesucht, sondern einseitig der Zentralbank und Regierung zugeschrieben. Diese beiden werden als historisches Gelddrucker-Schuldenmacher-Tandem rekonstruiert; nicht ganz zu unrecht, aber die ganze Wahrheit ist auch das noch lange nicht.Die größten Gelddrucker sind natürlich die Banken, die im Zentrum des ganzen Systems stehen. Darüber bleibt hier die Giralgeldschöpfung der Banken direkt für Finanzmarktanlagen ausgeblendet. Das Programm der Neo-Austrians besteht denn, ganz im Sinne Hayeks, in der radikalen Entstaatlichung des Geldes und einem Übergang zu Free Banking ohne Zentralbank auf Basis einer 100%-Golddeckung des Bankengeldes.[19]   

Gar so weit wird die große Mehrheit der neoklassischen Ökonomen kaum gehen wollen. Vor einem vollständigen Currency System schrecken sie zurück, aber ebenso vor einem reinen Banking Regime. Sie halten an veralteten Vorstellungen zu Geld und Banken fest (Rolle von Depositen, Multiplikator-Modell) ebenso wie an Illusionen über die Kontrollierbarkeit der Giralgelderzeugung der Banken durch Reserven und Zinsen darauf. So stehen sie zum Status quo, wie mangelhaft dieser sich auch immer darstellt. Das heißt, unterstützt wird das bestehende zweistufige Geld- und Bankensystem, das pro forma ein Currencysystem mit eingelassenem Bankingsystem ist, in praxi jedoch weitgehend zu einem bloßen Bankingsystem mutiert ist, worin die Banken proaktiv die normative Macht des Faktischen ausüben.  

 

 

Fußnoten/Anmerkungen 

[1] Dieser Artikel ist ein Kapitel aus dem Manuskript Modern Money and Sovereign Currency. Dieses befindet sich auf  > sovereignmoney.eu > money theory > modern money and sovereign currency. Es kann dort nach Kapiteln und insgesamt aufgerufen werden.

[2] Vgl. O'Brien 1994, Viner 1937.

[3] Vgl. Huerta de Soto 2009, Kap. I-III.

[3a] Für eine kritische Diskussion der MMT siehe Lavoie, Marc 2011: The monetary and fiscal nexus of neo-chartalism. A friendly critical look, University of Ottawa, Dep. of Economics, available at www.boeckler.de/pdf/ v_2011_10_27_lavoie.pdf. – Roche, Cullen 2011: A Critique of MMT, Modern Monetary Theory, http://pragcap. com/mmt-critique, September 7th, 2011. – Fiebiger, Brett 2011: MMT and the 'Real-World' Accounting of 1-1>0, PERI Working Paper Series No.279, University of Massachusetts Amherst. www.peri.umass.edu/ fileadmin/pdf/working_papers/ working_papers_251-300/WP279.pdf. – Walsh, Steven and Stephen Zarlenga 2013: Evaluation of Modern Money Theory, http://www.monetary.org/mmtevaluation. – Huber, Joseph 2014: Modern Money and Sovereign Currency, real-world economics review, no.66, 2014, 38–57.

[4] Ryan-Collins/Greenham/Werner/Jackson 2011 42–45.

[5] Whale 1944 109.

[6] Zum Beispiel bei Mcleod 1889, Withers 1909, Hawtrey 1919, Hahn 1920; bemerkens­werte Passagen auch bei Schumpeter 1911 (z.B. 110) und von Mises 1928 (z.B. 81).

[7] Humphrey 1984. Fisher 1922 (1911), chap. II. Keynes 1923 77–83.

[8] Poitras 1998.

[9] Poitras 1998 pp 481.

[10] Vogl 2010 41.

[11] Menger 1871, Kapitel 8, §1: Über das Wesen und den Ursprung des Geldes. ZuvorSmith 1776, Buch 1, Kapitel 4: Of the Origin and Use of Money.

[12] Huber 2013 195.

[13] Hayek 1976, White 1989.

[14] Fama et al. 1969, Fama 1970.

[15] Typisch zum Beispiel Huerta de Soto 2011; Rothbard 1962.

[16] Zu diesen Geldreform-Initiativen gehören u.v.a. das American Monetary Institute (www.monetary.org), Positive Money in Großbritannien (www.positivemoney.org) und Neuseeland (www.posi­ti­ve­­money.org.nz), Sensible Money in Irland (www.sensible­money.ie), die Monetative in Deutschland (www. mone­tative.de) und der Schweiz (vollgeld. ch). Vgl. auch http://www. positivemoney.org/get-involved/international/.

[17] Vgl. Keynes 1923.

[18] Für eine detaillierte Darlegung vgl. http://sovereignmoney.eu > money theory > modern money and sovereign currency. 

[19] Zu einer ausführlichen Kritik der Neo-Österreichischen Schule vgl. > http://sovereign­money.eu/notes-on-huerta-de-soto-and-neo-austrian-school.

 

Literatur

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